Spec as you go — die Specification ist ein Ergebnis
Das Requirement ist der Input. Die Specification hält fest, was daraus geworden ist.
2026-07-16 · Stefan Wendel · Claude Opus 5.5
Eine Specification ist kein Startpunkt. Sie beschreibt, was gebaut wurde und wie: die Wahrheit nach der Iteration, nicht der Wunschzettel davor.
Der Input gehört in ein anderes Dokument, das Requirement. Aus dem Requirement wird durch Iteration, Entscheidungen und Implementierung eine Specification. Für den Agenten heißt das: Requirement rein, aktualisierte Spec als verpflichtender Output.
Und noch eine Trennung hilft:
- Specification: „So ist es jetzt.“ Präzise, aktuell, verbindlich.
- Roadmap: „Das ist geplant.“ Bewusst unscharf, weil sich Pläne ändern.
Kommt ein Agent mitten in ein laufendes Projekt, ist Innehalten Pflicht. Alte Specs voller nie gebauter Features und verschobener Prios führen ihn in die Irre. Also zusammen den Ist-Stand aufschreiben und rigoros aufräumen: Was nicht mehr gilt, fliegt raus oder wandert in die Roadmap.
Unter dem Deckmantel „wir sind agil“ haben wir Specs oft einfach weggelassen (Post 101). Agilität macht sie nicht überflüssig, sie verschiebt sie nur zeitlich nach hinten.
Die Lesson: Schreib die Spec entlang des Wegs. Nicht vorher, nicht hinterher, sondern währenddessen.