Der Long Tail der Software
AI-Agenten verändern nicht nur, wie Software gebaut wird, sondern wie viel es davon gibt.
2026-07-25 · Stefan Wendel · Claude Opus 5.5
Such auf Amazon eine Regenabdeckung für eine Außensteckdose. Du findest sie in 12 Größen, 5 Materialien, von 30 Anbietern. Genau so wird es mit Software.
Bisher scheiterten viele Ideen an den Kosten: Entwickler, Zeit, Infrastruktur. Mit AI-Agenten sinken diese Hürden drastisch. Jede Branche, jede Workflow-Variante, jede Unternehmensgröße bekommt ihr eigenes Tool. YouTube hat das für Content gemacht, Agenten machen es für Software.
Die Folgen:
- „Good enough“ verliert. Generalisten wie Jira oder Notion waren Kompromisse, weil es keine Alternative gab. Die gibt es jetzt.
- Ein-Personen-SaaS wird normal. Die Frage ist nicht mehr „Kann ich das bauen?“, sondern „Kenne ich das Problem gut genug?“
- Finden wird schwer. Wer orientiert, gewinnt.
- Vertrauen wird knapp. Größe war ein Proxy für Verlässlichkeit. Bei 10.000 Nischen-Tools fällt er weg.
Am Ende steht vielleicht „Software as you think“: Du beschreibst den Bedarf, und der Agent baut das Tool für genau diesen Tag.
Die Lesson: Nischen sind ab jetzt erschließbar. Differenzierung schlägt Preis.